Bezugskosten erhöhen die Anschaffungskosten der Rohstoffe.
Soll
Bezugskosten
Vorsteuer
Haben
Bank
Bezugskosten
Vorsteuer
Bank
5
Wareneinkauf mit 7 % Umsatzsteuer
Soll
Handelswaren
Vorsteuer (7 %)
Haben
Verbindlichkeiten aLL
Handelswaren
Vorsteuer (7 %)
Verbindlichkeiten aLL
6
Mangelhafte Rohstoffe an Lieferanten zurückgesandt
Die Rücksendung mindert den Rohstoffbestand und die Vorsteuer (§ 17 Abs. 1 UStG).
Soll
Verbindlichkeiten aLL
Haben
Rohstoffe
Vorsteuer
Verbindlichkeiten aLL
Rohstoffe
Vorsteuer
7
Nachträglicher Bonus des Rohstofflieferanten
Boni mindern – wie Skonti – Anschaffungskosten und Vorsteuer.
Soll
Verbindlichkeiten aLL
Haben
Nachlässe für Rohstoffe
Vorsteuer
Verbindlichkeiten aLL
Nachlässe für Rohstoffe
Vorsteuer
8
Rohstoffe laut Materialentnahmeschein an die Fertigung ausgegeben (bestandsorientierte Erfassung)
Der Einkauf steht auf dem Bestandskonto. Aufwand entsteht erst mit der Entnahme für die Fertigung.
Soll
Aufwendungen für Rohstoffe
Haben
Rohstoffe
Aufwendungen für Rohstoffe
Rohstoffe
9
Rohstoffe auf Ziel gekauft, aufwandsorientierte Erfassung (19 % VSt)
Der Einkauf wird sofort Aufwand. Am Jahresende wird der Aufwand um die Bestandsveränderung laut Inventur berichtigt. Bei bestandsorientierter Erfassung steht der Einkauf dagegen auf dem Konto Rohstoffe.
Soll
Aufwendungen für Rohstoffe
Vorsteuer
Haben
Verbindlichkeiten aLL
Aufwendungen für Rohstoffe
Vorsteuer
Verbindlichkeiten aLL
10
Nachträglicher Preisnachlass des Rohstofflieferers wegen eines Mangels
Die Ware bleibt im Betrieb; der Nachlass mindert Anschaffungskosten und Vorsteuer (§ 17 Abs. 1 UStG).
Ausgangsfracht an eine beauftragte Spedition per Bank gezahlt
Die Spedition stellt die Fracht mit Umsatzsteuer in Rechnung; für uns ist das Vorsteuer (§ 15 UStG). Fahren wir mit eigenen Fahrzeugen, gibt es keine Frachtrechnung: Löhne, Kraftstoff und Abschreibungen der Fahrzeuge werden dann auf ihren eigenen Aufwandskonten gebucht.
Soll
Ausgangsfrachten
Vorsteuer
Haben
Bank
Ausgangsfrachten
Vorsteuer
Bank
6
Preisnachlass an einen Kunden wegen eines Mangels
Der Kunde behält die Ware; der Nachlass mindert Erlös und Umsatzsteuer.
Soll
Erlösberichtigungen
Umsatzsteuer
Haben
Forderungen aLL
Erlösberichtigungen
Umsatzsteuer
Forderungen aLL
4 Skonti (mit Steuerkorrektur)
2 Buchungssätze
Buchungssätze: Skonti (mit Steuerkorrektur)
Nr.
Geschäftsfall
Soll
Haben
1
Rohstoffrechnung mit 2 % Skonto bezahlt (Einkauf)
Skonto wird vom Bruttobetrag berechnet. Der Netto-Skonto mindert die Anschaffungskosten der Rohstoffe, der Steueranteil die Vorsteuer. Durchgerechnet im Profi-Fall „Skonto im Einkauf – mit Steuerkorrektur“.
Soll
Verbindlichkeiten aLL
Haben
Bank
Nachlässe für Rohstoffe
Vorsteuer
Verbindlichkeiten aLL
Bank
Nachlässe für Rohstoffe
Vorsteuer
2
Kunde zahlt mit 3 % Skonto (Verkauf)
Netto-Skonto mindert die Umsatzerlöse, der Steueranteil mindert die Umsatzsteuer.
Soll
Bank
Erlösberichtigungen
Umsatzsteuer
Haben
Forderungen aLL
Bank
Erlösberichtigungen
Umsatzsteuer
Forderungen aLL
5 Zahlungsverkehr & Privat
5 Buchungssätze
Buchungssätze: Zahlungsverkehr & Privat
Nr.
Geschäftsfall
Soll
Haben
1
Privatentnahme von Bargeld
Soll
Privat
Haben
Kasse
Privat
Kasse
2
Privateinlage auf das Bankkonto
Soll
Bank
Haben
Privat
Bank
Privat
3
Privatentnahme von Waren (unentgeltliche Wertabgabe)
Die Entnahme wird einer Lieferung gegen Entgelt gleichgestellt, wenn die Ware zum Vorsteuerabzug berechtigt hat (§ 3 Abs. 1b UStG). Bemessungsgrundlage ist der Einkaufspreis zuzüglich Nebenkosten im Zeitpunkt der Entnahme (§ 10 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 UStG), nicht der Verkaufspreis.
Soll
Privat
Haben
Entnahme von Gegenständen und sonstigen Leistungen
Umsatzsteuer
Privat
Entnahme von Gegenständen und sonstigen Leistungen
Umsatzsteuer
4
Private Einkommensteuer-Vorauszahlung vom Geschäftskonto
Einkommensteuer ist Privatsache, kein Betriebsaufwand.
Bruttogehalt = Aufwand; die Lohnsteuer bleibt bis zum 10. des Folgemonats als Verbindlichkeit gegenüber dem Finanzamt stehen, der Arbeitnehmeranteil wird mit der SV-Vorauszahlung verrechnet, das Netto wird überwiesen. Komplett durchgerechnet im Profi-Fall „Lohn- und Gehaltsbuchung (komplett)“.
Soll
Gehälter
Haben
Verbindlichkeiten ggü. Finanzbehörden
SV-Vorauszahlung
Bank
Gehälter
Verbindlichkeiten ggü. Finanzbehörden
SV-Vorauszahlung
Bank
2
Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung
Zusätzlicher Personalaufwand, den allein der Arbeitgeber trägt.
Soll
Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung
Haben
SV-Vorauszahlung
Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung
SV-Vorauszahlung
3
Lohnsteuer ans Finanzamt überwiesen
Soll
Verbindlichkeiten ggü. Finanzbehörden
Haben
Bank
Verbindlichkeiten ggü. Finanzbehörden
Bank
4
Sozialversicherungsbeiträge (voraussichtliche Höhe) bis zum drittletzten Bankarbeitstag an die Krankenkasse überwiesen
Soll
SV-Vorauszahlung
Haben
Bank
SV-Vorauszahlung
Bank
5
Gehaltsvorschuss an einen Mitarbeiter per Bank
Soll
Forderungen an Mitarbeiter
Haben
Bank
Forderungen an Mitarbeiter
Bank
7 Anlagevermögen & Abschreibungen
7 Buchungssätze
Buchungssätze: Anlagevermögen & Abschreibungen
Nr.
Geschäftsfall
Soll
Haben
1
Maschine auf Ziel gekauft (mit VSt)
Soll
Maschinen
Vorsteuer
Haben
Verbindlichkeiten aLL
Maschinen
Vorsteuer
Verbindlichkeiten aLL
2
Nachträgliche Anschaffungskosten (Einbau), per Bank
Erhöhen die Anschaffungskosten und damit die Abschreibungsbasis.
Geringwertiges Wirtschaftsgut (GWG) per Bank gekauft
Anschaffungskosten netto bis 800 € (§ 6 Abs. 2 EStG) → Sofortabschreibung im Jahr der Anschaffung möglich. Sie ist ein eigener Buchungssatz: Abschreibungen auf geringwertige Wirtschaftsgüter an Geringwertige Wirtschaftsgüter.
Stand: 01.01.2026
Soll
Geringwertige Wirtschaftsgüter
Vorsteuer
Haben
Bank
Geringwertige Wirtschaftsgüter
Vorsteuer
Bank
5
Gebrauchtes Anlagegut auf Ziel verkauft (Erlös)
Vorher wird zeitanteilig bis zum Abgang abgeschrieben; der Restbuchwert wird gesondert ausgebucht.
Stand: 01.01.2026
Soll
Forderungen aLL
Haben
Erlöse aus Anlagenverkäufen
Umsatzsteuer
Forderungen aLL
Erlöse aus Anlagenverkäufen
Umsatzsteuer
6
Restbuchwert eines verkauften Anlageguts ausbuchen
Erlös minus Restbuchwert ergibt den Buchgewinn oder Buchverlust.
Soll
Anlagenabgänge (Restbuchwert)
Haben
Technische Anlagen und Maschinen
Anlagenabgänge (Restbuchwert)
Technische Anlagen und Maschinen
7
Anlagegut ohne Erlös verschrottet
Der ganze Restbuchwert ist Buchverlust.
Soll
Anlagenabgänge (Restbuchwert)
Haben
Betriebs- und Geschäftsausstattung
Anlagenabgänge (Restbuchwert)
Betriebs- und Geschäftsausstattung
8 Anzahlungen
2 Buchungssätze
Buchungssätze: Anzahlungen
Nr.
Geschäftsfall
Soll
Haben
1
Anzahlung an einen Lieferanten geleistet (per Bank)
Soll
Geleistete Anzahlungen
Vorsteuer
Haben
Bank
Geleistete Anzahlungen
Vorsteuer
Bank
2
Anzahlung von einem Kunden erhalten (per Bank)
Erhaltene Anzahlungen sind bei Zahlungseingang umsatzsteuerpflichtig.
Im Voraus gezahlte Miete fürs Folgejahr abgrenzen (ARAP)
Aufwand, der wirtschaftlich das nächste Jahr betrifft, wird abgegrenzt.
Soll
Aktive Rechnungsabgrenzung
Haben
Mietaufwand
Aktive Rechnungsabgrenzung
Mietaufwand
4
Im Voraus erhaltene Miete abgrenzen (PRAP)
Soll
Mieterträge
Haben
Passive Rechnungsabgrenzung
Mieterträge
Passive Rechnungsabgrenzung
5
Mehrbestand an fertigen Erzeugnissen
Lagerzugang ist ein Ertrag (Bestandserhöhung).
Soll
Fertige Erzeugnisse
Haben
Bestandsveränderungen
Fertige Erzeugnisse
Bestandsveränderungen
6
Minderbestand an fertigen Erzeugnissen
Soll
Bestandsveränderungen
Haben
Fertige Erzeugnisse
Bestandsveränderungen
Fertige Erzeugnisse
7
Inventurdifferenz: Minderbestand an Rohstoffen (bestandsorientierte Erfassung)
Der Istbestand ist kleiner als der Buchbestand. Die Fehlmenge wird als zusätzlicher Verbrauch gebucht, der Aufwand steigt.
Soll
Aufwendungen für Rohstoffe
Haben
Rohstoffe
Aufwendungen für Rohstoffe
Rohstoffe
8
Inventurdifferenz: Mehrbestand an Rohstoffen (bestandsorientierte Erfassung)
Der Istbestand ist größer als der Buchbestand. Der Rohstoffaufwand sinkt um den Wert des Mehrbestands.
Soll
Rohstoffe
Haben
Aufwendungen für Rohstoffe
Rohstoffe
Aufwendungen für Rohstoffe
9
Abschluss eines Aufwandskontos über das GuV-Konto (Beispiel Mietaufwand)
Der Saldo des Aufwandskontos steht im Haben und geht ins Soll des GuV-Kontos.
Soll
GuV-Konto
Haben
Mietaufwand
GuV-Konto
Mietaufwand
10
Abschluss eines Ertragskontos über das GuV-Konto (Beispiel Umsatzerlöse)
Soll
Umsatzerlöse
Haben
GuV-Konto
Umsatzerlöse
GuV-Konto
11
Gewinn: GuV-Konto über das Eigenkapital abschließen
Erträge größer als Aufwendungen; der Saldo steht im Soll des GuV-Kontos und mehrt das Eigenkapital.
Soll
GuV-Konto
Haben
Eigenkapital
GuV-Konto
Eigenkapital
12
Verlust: GuV-Konto über das Eigenkapital abschließen
Aufwendungen größer als Erträge; der Saldo steht im Haben des GuV-Kontos und mindert das Eigenkapital.
Soll
Eigenkapital
Haben
GuV-Konto
Eigenkapital
GuV-Konto
13
Abschluss eines aktiven Bestandskontos über das Schlussbilanzkonto (Beispiel Bank)
Soll
Schlussbilanzkonto
Haben
Bank
Schlussbilanzkonto
Bank
14
Abschluss eines passiven Bestandskontos über das Schlussbilanzkonto (Beispiel Eigenkapital)
Das Eigenkapital wird erst nach dem Abschluss des GuV-Kontos abgeschlossen, damit der Erfolg enthalten ist.
Soll
Eigenkapital
Haben
Schlussbilanzkonto
Eigenkapital
Schlussbilanzkonto
15
Abschluss des Kontos Bezugskosten über Rohstoffe (bestandsorientierte Erfassung)
Soll
Rohstoffe
Haben
Bezugskosten
Rohstoffe
Bezugskosten
16
Abschluss des Kontos Nachlässe für Rohstoffe über Rohstoffe (bestandsorientierte Erfassung)
Soll
Nachlässe für Rohstoffe
Haben
Rohstoffe
Nachlässe für Rohstoffe
Rohstoffe
17
Abschluss des Kontos Erlösberichtigungen über Umsatzerlöse
Soll
Umsatzerlöse
Haben
Erlösberichtigungen
Umsatzerlöse
Erlösberichtigungen
18
Mehrbestand an Waren bei aufwandsorientierter Erfassung
Der Endbestand laut Inventur ist größer als der Anfangsbestand. Der Mehrbestand mindert die Aufwendungen für Waren; danach zeigt das Konto den Wareneinsatz.
Soll
Waren
Haben
Aufwendungen für Waren
Waren
Aufwendungen für Waren
19
Minderbestand an Waren bei aufwandsorientierter Erfassung
Der Endbestand laut Inventur ist kleiner als der Anfangsbestand. Der Minderbestand erhöht die Aufwendungen für Waren, weil auch Ware aus dem Vorjahr verkauft wurde.
Bruttobetrag; die USt wird hier noch nicht korrigiert.
Soll
Zweifelhafte Forderungen
Haben
Forderungen aLL
Zweifelhafte Forderungen
Forderungen aLL
2
Einzelwertberichtigung auf eine zweifelhafte Forderung
Nur auf den Nettobetrag – die Steuerkorrektur erfolgt erst beim tatsächlichen Ausfall.
Soll
Abschreibungen auf Forderungen
Haben
Einzelwertberichtigungen zu Forderungen
Abschreibungen auf Forderungen
Einzelwertberichtigungen zu Forderungen
3
Endgültiger Ausfall einer bisher einwandfreien Forderung (uneinbringlich)
§ 17 UStG: Die zu viel abgeführte Umsatzsteuer wird zurückgeholt. Fällt dagegen eine schon als zweifelhaft umgebuchte Forderung aus, steht im Haben „Zweifelhafte Forderungen“; eine gebildete Einzelwertberichtigung wird dann verrechnet bzw. zum Abschluss angepasst. Durchgerechnet im Profi-Fall „Forderungsausfall (uneinbringlich) mit Steuerkorrektur“.
Soll
Abschreibungen auf Forderungen
Umsatzsteuer
Haben
Forderungen aLL
Abschreibungen auf Forderungen
Umsatzsteuer
Forderungen aLL
4
Umsatzsteuer-Zahllast am Periodenende
Zahllast = Umsatzsteuer − Vorsteuer. So steht die Zahllast als Verbindlichkeit gegenüber dem Finanzamt in den Büchern; bezahlt wird sie dann mit „Verbindlichkeiten ggü. Finanzbehörden an Bank“. Kontenpläne ohne eigenes Konto dafür verrechnen die Vorsteuer mit der Umsatzsteuer und überweisen vom Umsatzsteuerkonto („Umsatzsteuer an Bank“).
Soll
Umsatzsteuer
Haben
Vorsteuer
Verbindlichkeiten ggü. Finanzbehörden
Umsatzsteuer
Vorsteuer
Verbindlichkeiten ggü. Finanzbehörden
5
Vorsteuerüberhang (Vorsteuer größer als Umsatzsteuer)
Das Finanzamt erstattet den Überhang.
Soll
Forderungen ggü. Finanzbehörden
Umsatzsteuer
Haben
Vorsteuer
Forderungen ggü. Finanzbehörden
Umsatzsteuer
Vorsteuer
11 Außenhandel & Sonderfälle
6 Buchungssätze
Buchungssätze: Außenhandel & Sonderfälle
Nr.
Geschäftsfall
Soll
Haben
1
Innergemeinschaftlicher Erwerb aus der EU (§ 1a UStG)
Erwerbsteuer und Vorsteuer gleichen sich bei vollem Vorsteuerabzug aus – per Saldo eine Nullsumme.
Soll
Rohstoffe
Vorsteuer aus i. g. Erwerb
Haben
Verbindlichkeiten aLL
Umsatzsteuer aus i. g. Erwerb
Rohstoffe
Vorsteuer aus i. g. Erwerb
Verbindlichkeiten aLL
Umsatzsteuer aus i. g. Erwerb
2
Empfangene Leistung mit Steuerschuldumkehr (§ 13b UStG)
Reverse Charge: Der Leistungsempfänger schuldet die Umsatzsteuer – mit Vorsteuerabzug wieder neutral.
Soll
Fremdleistungen
Vorsteuer § 13b
Haben
Verbindlichkeiten aLL
Umsatzsteuer § 13b
Fremdleistungen
Vorsteuer § 13b
Verbindlichkeiten aLL
Umsatzsteuer § 13b
3
Darlehensauszahlung mit Damnum (Disagio)
Beispiel: 100.000 € Darlehen, 98 % Auszahlung → Bank 98.000 €, Damnum 2.000 €. Handelsrechtlich Wahlrecht: aktivieren und verteilen oder Sofortaufwand (§ 250 Abs. 3 HGB).
Soll
Bank
ARAP (Damnum)
Haben
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Bank
ARAP (Damnum)
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
4
Jährliche Auflösung des aktivierten Damnums
Verteilung über die Laufzeit, z. B. 2.000 € auf 5 Jahre = 400 € pro Jahr.
Soll
Zinsaufwendungen
Haben
ARAP (Damnum)
Zinsaufwendungen
ARAP (Damnum)
5
Mietkaution an den Vermieter überwiesen
Aktivtausch: Die Kaution bleibt unser Vermögen (Rückzahlungsanspruch) – kein Aufwand.
Soll
Sonstige Forderungen
Haben
Bank
Sonstige Forderungen
Bank
6
Forderungsverkauf an einen Factor (echtes Factoring, ohne Umsatzsteuer, stark vereinfacht)
Beim echten Factoring übernimmt der Factor das Ausfallrisiko; Gebühr und Zinsabschlag sind Aufwand. Die Vergütung des Factors ist beim echten Factoring umsatzsteuerpflichtig (UStAE 2.4); mit Rechnung kommt die Vorsteuer als weiteres Soll-Konto hinzu. Ein Sicherheitseinbehalt des Factors wäre gesondert als Forderung zu buchen.
Soll
Bank
Aufwendungen für Factoring
Haben
Forderungen aLL
Bank
Aufwendungen für Factoring
Forderungen aLL
Profi-Fälle
Längere Fälle mit Berechnung und Buchungssatz, Schritt für Schritt.
1 Skonto im Einkauf – mit Steuerkorrektur
Fall: Eingangsrechnung für Rohstoffe 1.190 € brutto (1.000 € netto + 190 € Vorsteuer). Bei Zahlung innerhalb 10 Tagen 2 % Skonto.
Berechnung
Brutto-Skonto = 1.190 × 2 %
23,80 €
Netto-Skonto = 23,80 ÷ 1,19
20,00 €
Vorsteuer-Korrektur = 23,80 − 20,00
3,80 €
Überweisung = 1.190 − 23,80
1.166,20 €
Buchungssatz (Nettoverfahren)
Buchungssatz
Verbindlichkeiten aLL 1.190,00
an Bank 1.166,20
an Nachlässe für Rohstoffe 20,00
an Vorsteuer 3,80
2 Skonto im Verkauf – mit Steuerkorrektur
Fall: Ausgangsrechnung 2.380 € brutto (2.000 € netto + 380 € USt). Der Kunde zieht 3 % Skonto.
Berechnung
Brutto-Skonto = 2.380 × 3 %
71,40 €
Netto-Skonto = 71,40 ÷ 1,19
60,00 €
USt-Korrektur = 71,40 − 60,00
11,40 €
Zahlungseingang = 2.380 − 71,40
2.308,60 €
Buchungssatz (Nettoverfahren)
Buchungssatz
Bank 2.308,60
Erlösberichtigungen 60,00
Umsatzsteuer 11,40
an Forderungen aLL 2.380,00
3 Anlagenverkauf mit Buchgewinn
Fall: Maschine, Buchwert am 1.1. = 8.000 €, lineare AfA 2.000 €/Jahr. Verkauf am 30.6. für 8.000 € netto + 1.520 € USt.
Fall: Bruttogehalt 3.000 €; Lohnsteuer 400 € (angenommener Wert); AN-Anteil Sozialversicherung 634,50 € (21,15 %, Stand 2026, mit durchschnittlichem Zusatzbeitrag, ohne Zuschlag für Kinderlose, außerhalb Sachsens); AG-Anteil ebenfalls 634,50 €. Nettoauszahlung = 3.000 − 400 − 634,50 = 1.965,50 €. Gebucht wird in der Reihenfolge der Fälligkeit.
1) SV-Vorauszahlung bis zum drittletzten Bankarbeitstag
Buchungssatz
SV-Vorauszahlung 1.269,00 an Bank 1.269,00
2) Gehaltsabrechnung und Auszahlung
Buchungssatz
Gehälter 3.000,00
an Verbindlichkeiten ggü. Finanzbehörden 400,00
an SV-Vorauszahlung 634,50
an Bank 1.965,50
3) Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung
Buchungssatz
Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung 634,50 an SV-Vorauszahlung 634,50
4) Lohnsteuer bis zum 10. des Folgemonats abführen
Buchungssatz
Verbindlichkeiten ggü. Finanzbehörden 400,00 an Bank 400,00
Die Sozialversicherungsbeiträge sind spätestens am drittletzten Bankarbeitstag des laufenden Monats fällig (§ 23 Abs. 1 SGB IV), die Lohnsteuer bis zum 10. des Folgemonats (§ 41a EStG). Gesamter Personalaufwand = Brutto 3.000 + Arbeitgeberanteil 634,50 = 3.634,50 €.
6 Forderungsausfall (uneinbringlich) mit Steuerkorrektur
Fall: Eine Forderung über 1.190 € (1.000 € netto + 190 € USt) fällt endgültig aus (Kunde insolvent).
Buchungssatz
Buchungssatz
Abschreibungen auf Forderungen 1.000
Umsatzsteuer 190
an Forderungen aLL 1.190
Der Nettobetrag (1.000 €) ist Aufwand. Die seinerzeit ans Finanzamt abgeführte Umsatzsteuer (190 €) wird nach § 17 UStG berichtigt, da das Entgelt nicht mehr eingeht.
Nach Ausbildungsberuf
Wie viele Buchungssätze und Profi-Fälle zu deinem Beruf gehören und nach welchem Kontenrahmen sie gebucht sind.