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Buchungssätze

Geschäftsfälle mit Buchungssatz im Soll und Haben, nach Kategorien geordnet, dazu durchgerechnete Profi-Fälle.

Mit KI erstellt.

nach IKR

Kategorien
11
Buchungssätze
76
Profi-Fälle
6

Buchungssätze nach Kategorien

Zu jedem Geschäftsfall die Konten im Soll und im Haben. Gelesen wird der Satz „Soll an Haben“.

1 Grundlagen – Bestands- & Erfolgskonten

9 Buchungssätze

Buchungssätze: Grundlagen – Bestands- & Erfolgskonten
Nr.Geschäftsfall
1

Bürodrucker bar gekauft (Aktivtausch)

Vereinfacht ohne Vorsteuer. Mit Umsatzsteuer kommt die Vorsteuer als zweites Soll-Konto hinzu; der Grundfall bleibt ein Aktivtausch.

Soll
  • Betriebs- und Geschäftsausstattung
Haben
  • Kasse
2

Kunde begleicht offene Rechnung per Bank

Soll
  • Bank
Haben
  • Forderungen aLL
3

Bargeld auf das Bankkonto eingezahlt

Soll
  • Bank
Haben
  • Kasse
4

Lkw gegen Bankdarlehen gekauft (Aktiv-Passiv-Mehrung)

Vereinfacht ohne Vorsteuer. Mit Umsatzsteuer kommt die Vorsteuer als zweites Soll-Konto hinzu; der Grundfall bleibt eine Aktiv-Passiv-Mehrung.

Soll
  • Fuhrpark
Haben
  • Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten
5

Bankdarlehen aufgenommen

Soll
  • Bank
Haben
  • Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten
6

Lieferantenschuld in ein Darlehen umgewandelt (Passivtausch)

Soll
  • Verbindlichkeiten aLL
Haben
  • Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten
7

Büromiete per Bank gezahlt (Aufwand)

Soll
  • Mietaufwand
Haben
  • Bank
8

Zinsgutschrift der Bank (Ertrag)

Soll
  • Bank
Haben
  • Zinserträge
9

Lieferantenrechnung per Bank beglichen

Soll
  • Verbindlichkeiten aLL
Haben
  • Bank

2 Einkauf & Vorsteuer

10 Buchungssätze

Buchungssätze: Einkauf & Vorsteuer
Nr.Geschäftsfall
1

Rohstoffe auf Ziel gekauft (19 % VSt)

1.000 € netto + 190 € Vorsteuer = 1.190 € Rechnungsbetrag.

Soll
  • Rohstoffe
  • Vorsteuer
Haben
  • Verbindlichkeiten aLL
2

Hilfsstoffe bar gekauft

Soll
  • Hilfsstoffe
  • Vorsteuer
Haben
  • Kasse
3

Büromaterial sofort als Aufwand (per Bank)

Soll
  • Aufwendungen für Büromaterial
  • Vorsteuer
Haben
  • Bank
4

Eingangsfracht für Rohstoffe (Bezugskosten)

Bezugskosten erhöhen die Anschaffungskosten der Rohstoffe.

Soll
  • Bezugskosten
  • Vorsteuer
Haben
  • Bank
5

Wareneinkauf mit 7 % Umsatzsteuer

Soll
  • Handelswaren
  • Vorsteuer (7 %)
Haben
  • Verbindlichkeiten aLL
6

Mangelhafte Rohstoffe an Lieferanten zurückgesandt

Die Rücksendung mindert den Rohstoffbestand und die Vorsteuer (§ 17 Abs. 1 UStG).

Soll
  • Verbindlichkeiten aLL
Haben
  • Rohstoffe
  • Vorsteuer
7

Nachträglicher Bonus des Rohstofflieferanten

Boni mindern – wie Skonti – Anschaffungskosten und Vorsteuer.

Soll
  • Verbindlichkeiten aLL
Haben
  • Nachlässe für Rohstoffe
  • Vorsteuer
8

Rohstoffe laut Materialentnahmeschein an die Fertigung ausgegeben (bestandsorientierte Erfassung)

Der Einkauf steht auf dem Bestandskonto. Aufwand entsteht erst mit der Entnahme für die Fertigung.

Soll
  • Aufwendungen für Rohstoffe
Haben
  • Rohstoffe
9

Rohstoffe auf Ziel gekauft, aufwandsorientierte Erfassung (19 % VSt)

Der Einkauf wird sofort Aufwand. Am Jahresende wird der Aufwand um die Bestandsveränderung laut Inventur berichtigt. Bei bestandsorientierter Erfassung steht der Einkauf dagegen auf dem Konto Rohstoffe.

Soll
  • Aufwendungen für Rohstoffe
  • Vorsteuer
Haben
  • Verbindlichkeiten aLL
10

Nachträglicher Preisnachlass des Rohstofflieferers wegen eines Mangels

Die Ware bleibt im Betrieb; der Nachlass mindert Anschaffungskosten und Vorsteuer (§ 17 Abs. 1 UStG).

Soll
  • Verbindlichkeiten aLL
Haben
  • Nachlässe für Rohstoffe
  • Vorsteuer

3 Verkauf & Umsatzsteuer

6 Buchungssätze

Buchungssätze: Verkauf & Umsatzsteuer
Nr.Geschäftsfall
1

Fertigerzeugnisse auf Ziel verkauft (19 % USt)

2.000 € netto + 380 € USt = 2.380 € Rechnungsbetrag.

Soll
  • Forderungen aLL
Haben
  • Umsatzerlöse
  • Umsatzsteuer
2

Barverkauf an Endkunden

Soll
  • Kasse
Haben
  • Umsatzerlöse
  • Umsatzsteuer
3

Gutschrift für vom Kunden zurückgesandte Ware

Umkehrung der ursprünglichen Verkaufsbuchung.

Soll
  • Umsatzerlöse
  • Umsatzsteuer
Haben
  • Forderungen aLL
4

Gewährter Bonus an einen Kunden

Soll
  • Erlösberichtigungen
  • Umsatzsteuer
Haben
  • Forderungen aLL
5

Ausgangsfracht an eine beauftragte Spedition per Bank gezahlt

Die Spedition stellt die Fracht mit Umsatzsteuer in Rechnung; für uns ist das Vorsteuer (§ 15 UStG). Fahren wir mit eigenen Fahrzeugen, gibt es keine Frachtrechnung: Löhne, Kraftstoff und Abschreibungen der Fahrzeuge werden dann auf ihren eigenen Aufwandskonten gebucht.

Soll
  • Ausgangsfrachten
  • Vorsteuer
Haben
  • Bank
6

Preisnachlass an einen Kunden wegen eines Mangels

Der Kunde behält die Ware; der Nachlass mindert Erlös und Umsatzsteuer.

Soll
  • Erlösberichtigungen
  • Umsatzsteuer
Haben
  • Forderungen aLL

4 Skonti (mit Steuerkorrektur)

2 Buchungssätze

Buchungssätze: Skonti (mit Steuerkorrektur)
Nr.Geschäftsfall
1

Rohstoffrechnung mit 2 % Skonto bezahlt (Einkauf)

Skonto wird vom Bruttobetrag berechnet. Der Netto-Skonto mindert die Anschaffungskosten der Rohstoffe, der Steueranteil die Vorsteuer. Durchgerechnet im Profi-Fall „Skonto im Einkauf – mit Steuerkorrektur“.

Soll
  • Verbindlichkeiten aLL
Haben
  • Bank
  • Nachlässe für Rohstoffe
  • Vorsteuer
2

Kunde zahlt mit 3 % Skonto (Verkauf)

Netto-Skonto mindert die Umsatzerlöse, der Steueranteil mindert die Umsatzsteuer.

Soll
  • Bank
  • Erlösberichtigungen
  • Umsatzsteuer
Haben
  • Forderungen aLL

5 Zahlungsverkehr & Privat

5 Buchungssätze

Buchungssätze: Zahlungsverkehr & Privat
Nr.Geschäftsfall
1

Privatentnahme von Bargeld

Soll
  • Privat
Haben
  • Kasse
2

Privateinlage auf das Bankkonto

Soll
  • Bank
Haben
  • Privat
3

Privatentnahme von Waren (unentgeltliche Wertabgabe)

Die Entnahme wird einer Lieferung gegen Entgelt gleichgestellt, wenn die Ware zum Vorsteuerabzug berechtigt hat (§ 3 Abs. 1b UStG). Bemessungsgrundlage ist der Einkaufspreis zuzüglich Nebenkosten im Zeitpunkt der Entnahme (§ 10 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 UStG), nicht der Verkaufspreis.

Soll
  • Privat
Haben
  • Entnahme von Gegenständen und sonstigen Leistungen
  • Umsatzsteuer
4

Private Einkommensteuer-Vorauszahlung vom Geschäftskonto

Einkommensteuer ist Privatsache, kein Betriebsaufwand.

Soll
  • Privat
Haben
  • Bank
5

Bargeld vom Bankkonto abgehoben

Soll
  • Kasse
Haben
  • Bank

6 Personal – Löhne & Gehälter

5 Buchungssätze

Buchungssätze: Personal – Löhne & Gehälter
Nr.Geschäftsfall
1

Gehaltsabrechnung (Brutto, Abzüge, Nettoauszahlung)

Bruttogehalt = Aufwand; die Lohnsteuer bleibt bis zum 10. des Folgemonats als Verbindlichkeit gegenüber dem Finanzamt stehen, der Arbeitnehmeranteil wird mit der SV-Vorauszahlung verrechnet, das Netto wird überwiesen. Komplett durchgerechnet im Profi-Fall „Lohn- und Gehaltsbuchung (komplett)“.

Soll
  • Gehälter
Haben
  • Verbindlichkeiten ggü. Finanzbehörden
  • SV-Vorauszahlung
  • Bank
2

Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung

Zusätzlicher Personalaufwand, den allein der Arbeitgeber trägt.

Soll
  • Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung
Haben
  • SV-Vorauszahlung
3

Lohnsteuer ans Finanzamt überwiesen

Soll
  • Verbindlichkeiten ggü. Finanzbehörden
Haben
  • Bank
4

Sozialversicherungsbeiträge (voraussichtliche Höhe) bis zum drittletzten Bankarbeitstag an die Krankenkasse überwiesen

Soll
  • SV-Vorauszahlung
Haben
  • Bank
5

Gehaltsvorschuss an einen Mitarbeiter per Bank

Soll
  • Forderungen an Mitarbeiter
Haben
  • Bank

7 Anlagevermögen & Abschreibungen

7 Buchungssätze

Buchungssätze: Anlagevermögen & Abschreibungen
Nr.Geschäftsfall
1

Maschine auf Ziel gekauft (mit VSt)

Soll
  • Maschinen
  • Vorsteuer
Haben
  • Verbindlichkeiten aLL
2

Nachträgliche Anschaffungskosten (Einbau), per Bank

Erhöhen die Anschaffungskosten und damit die Abschreibungsbasis.

Soll
  • Maschinen
  • Vorsteuer
Haben
  • Bank
3

Planmäßige lineare Abschreibung zum Jahresende

AfA = Anschaffungskosten ÷ Nutzungsdauer, im Anschaffungsjahr zeitanteilig (§ 7 Abs. 1 Satz 4 EStG).

Soll
  • Abschreibungen
Haben
  • Maschinen
4

Geringwertiges Wirtschaftsgut (GWG) per Bank gekauft

Anschaffungskosten netto bis 800 € (§ 6 Abs. 2 EStG) → Sofortabschreibung im Jahr der Anschaffung möglich. Sie ist ein eigener Buchungssatz: Abschreibungen auf geringwertige Wirtschaftsgüter an Geringwertige Wirtschaftsgüter.

Stand: 01.01.2026

Soll
  • Geringwertige Wirtschaftsgüter
  • Vorsteuer
Haben
  • Bank
5

Gebrauchtes Anlagegut auf Ziel verkauft (Erlös)

Vorher wird zeitanteilig bis zum Abgang abgeschrieben; der Restbuchwert wird gesondert ausgebucht.

Stand: 01.01.2026

Soll
  • Forderungen aLL
Haben
  • Erlöse aus Anlagenverkäufen
  • Umsatzsteuer
6

Restbuchwert eines verkauften Anlageguts ausbuchen

Erlös minus Restbuchwert ergibt den Buchgewinn oder Buchverlust.

Soll
  • Anlagenabgänge (Restbuchwert)
Haben
  • Technische Anlagen und Maschinen
7

Anlagegut ohne Erlös verschrottet

Der ganze Restbuchwert ist Buchverlust.

Soll
  • Anlagenabgänge (Restbuchwert)
Haben
  • Betriebs- und Geschäftsausstattung

8 Anzahlungen

2 Buchungssätze

Buchungssätze: Anzahlungen
Nr.Geschäftsfall
1

Anzahlung an einen Lieferanten geleistet (per Bank)

Soll
  • Geleistete Anzahlungen
  • Vorsteuer
Haben
  • Bank
2

Anzahlung von einem Kunden erhalten (per Bank)

Erhaltene Anzahlungen sind bei Zahlungseingang umsatzsteuerpflichtig.

Soll
  • Bank
Haben
  • Erhaltene Anzahlungen
  • Umsatzsteuer

9 Abschlussbuchungen – RAP, Rückstellungen, Bestände

19 Buchungssätze

Buchungssätze: Abschlussbuchungen – RAP, Rückstellungen, Bestände
Nr.Geschäftsfall
1

Rückstellung für drohende Prozesskosten bilden

Soll
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen
Haben
  • Sonstige Rückstellungen
2

Zu hoch gebildete Rückstellung auflösen

Soll
  • Sonstige Rückstellungen
Haben
  • Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
3

Im Voraus gezahlte Miete fürs Folgejahr abgrenzen (ARAP)

Aufwand, der wirtschaftlich das nächste Jahr betrifft, wird abgegrenzt.

Soll
  • Aktive Rechnungsabgrenzung
Haben
  • Mietaufwand
4

Im Voraus erhaltene Miete abgrenzen (PRAP)

Soll
  • Mieterträge
Haben
  • Passive Rechnungsabgrenzung
5

Mehrbestand an fertigen Erzeugnissen

Lagerzugang ist ein Ertrag (Bestandserhöhung).

Soll
  • Fertige Erzeugnisse
Haben
  • Bestandsveränderungen
6

Minderbestand an fertigen Erzeugnissen

Soll
  • Bestandsveränderungen
Haben
  • Fertige Erzeugnisse
7

Inventurdifferenz: Minderbestand an Rohstoffen (bestandsorientierte Erfassung)

Der Istbestand ist kleiner als der Buchbestand. Die Fehlmenge wird als zusätzlicher Verbrauch gebucht, der Aufwand steigt.

Soll
  • Aufwendungen für Rohstoffe
Haben
  • Rohstoffe
8

Inventurdifferenz: Mehrbestand an Rohstoffen (bestandsorientierte Erfassung)

Der Istbestand ist größer als der Buchbestand. Der Rohstoffaufwand sinkt um den Wert des Mehrbestands.

Soll
  • Rohstoffe
Haben
  • Aufwendungen für Rohstoffe
9

Abschluss eines Aufwandskontos über das GuV-Konto (Beispiel Mietaufwand)

Der Saldo des Aufwandskontos steht im Haben und geht ins Soll des GuV-Kontos.

Soll
  • GuV-Konto
Haben
  • Mietaufwand
10

Abschluss eines Ertragskontos über das GuV-Konto (Beispiel Umsatzerlöse)

Soll
  • Umsatzerlöse
Haben
  • GuV-Konto
11

Gewinn: GuV-Konto über das Eigenkapital abschließen

Erträge größer als Aufwendungen; der Saldo steht im Soll des GuV-Kontos und mehrt das Eigenkapital.

Soll
  • GuV-Konto
Haben
  • Eigenkapital
12

Verlust: GuV-Konto über das Eigenkapital abschließen

Aufwendungen größer als Erträge; der Saldo steht im Haben des GuV-Kontos und mindert das Eigenkapital.

Soll
  • Eigenkapital
Haben
  • GuV-Konto
13

Abschluss eines aktiven Bestandskontos über das Schlussbilanzkonto (Beispiel Bank)

Soll
  • Schlussbilanzkonto
Haben
  • Bank
14

Abschluss eines passiven Bestandskontos über das Schlussbilanzkonto (Beispiel Eigenkapital)

Das Eigenkapital wird erst nach dem Abschluss des GuV-Kontos abgeschlossen, damit der Erfolg enthalten ist.

Soll
  • Eigenkapital
Haben
  • Schlussbilanzkonto
15

Abschluss des Kontos Bezugskosten über Rohstoffe (bestandsorientierte Erfassung)

Soll
  • Rohstoffe
Haben
  • Bezugskosten
16

Abschluss des Kontos Nachlässe für Rohstoffe über Rohstoffe (bestandsorientierte Erfassung)

Soll
  • Nachlässe für Rohstoffe
Haben
  • Rohstoffe
17

Abschluss des Kontos Erlösberichtigungen über Umsatzerlöse

Soll
  • Umsatzerlöse
Haben
  • Erlösberichtigungen
18

Mehrbestand an Waren bei aufwandsorientierter Erfassung

Der Endbestand laut Inventur ist größer als der Anfangsbestand. Der Mehrbestand mindert die Aufwendungen für Waren; danach zeigt das Konto den Wareneinsatz.

Soll
  • Waren
Haben
  • Aufwendungen für Waren
19

Minderbestand an Waren bei aufwandsorientierter Erfassung

Der Endbestand laut Inventur ist kleiner als der Anfangsbestand. Der Minderbestand erhöht die Aufwendungen für Waren, weil auch Ware aus dem Vorjahr verkauft wurde.

Soll
  • Aufwendungen für Waren
Haben
  • Waren

10 Forderungs­verluste & Umsatzsteuer-Abschluss

5 Buchungssätze

Buchungssätze: Forderungsverluste & Umsatzsteuer-Abschluss
Nr.Geschäftsfall
1

Gefährdete Forderung umbuchen (zweifelhaft)

Bruttobetrag; die USt wird hier noch nicht korrigiert.

Soll
  • Zweifelhafte Forderungen
Haben
  • Forderungen aLL
2

Einzelwertberichtigung auf eine zweifelhafte Forderung

Nur auf den Nettobetrag – die Steuerkorrektur erfolgt erst beim tatsächlichen Ausfall.

Soll
  • Abschreibungen auf Forderungen
Haben
  • Einzelwertberichtigungen zu Forderungen
3

Endgültiger Ausfall einer bisher einwandfreien Forderung (uneinbringlich)

§ 17 UStG: Die zu viel abgeführte Umsatzsteuer wird zurückgeholt. Fällt dagegen eine schon als zweifelhaft umgebuchte Forderung aus, steht im Haben „Zweifelhafte Forderungen“; eine gebildete Einzelwertberichtigung wird dann verrechnet bzw. zum Abschluss angepasst. Durchgerechnet im Profi-Fall „Forderungsausfall (uneinbringlich) mit Steuerkorrektur“.

Soll
  • Abschreibungen auf Forderungen
  • Umsatzsteuer
Haben
  • Forderungen aLL
4

Umsatzsteuer-Zahllast am Periodenende

Zahllast = Umsatzsteuer − Vorsteuer. So steht die Zahllast als Verbindlichkeit gegenüber dem Finanzamt in den Büchern; bezahlt wird sie dann mit „Verbindlichkeiten ggü. Finanzbehörden an Bank“. Kontenpläne ohne eigenes Konto dafür verrechnen die Vorsteuer mit der Umsatzsteuer und überweisen vom Umsatzsteuerkonto („Umsatzsteuer an Bank“).

Soll
  • Umsatzsteuer
Haben
  • Vorsteuer
  • Verbindlichkeiten ggü. Finanzbehörden
5

Vorsteuerüberhang (Vorsteuer größer als Umsatzsteuer)

Das Finanzamt erstattet den Überhang.

Soll
  • Forderungen ggü. Finanzbehörden
  • Umsatzsteuer
Haben
  • Vorsteuer

11 Außenhandel & Sonderfälle

6 Buchungssätze

Buchungssätze: Außenhandel & Sonderfälle
Nr.Geschäftsfall
1

Innergemeinschaftlicher Erwerb aus der EU (§ 1a UStG)

Erwerbsteuer und Vorsteuer gleichen sich bei vollem Vorsteuerabzug aus – per Saldo eine Nullsumme.

Soll
  • Rohstoffe
  • Vorsteuer aus i. g. Erwerb
Haben
  • Verbindlichkeiten aLL
  • Umsatzsteuer aus i. g. Erwerb
2

Empfangene Leistung mit Steuerschuldumkehr (§ 13b UStG)

Reverse Charge: Der Leistungsempfänger schuldet die Umsatzsteuer – mit Vorsteuerabzug wieder neutral.

Soll
  • Fremdleistungen
  • Vorsteuer § 13b
Haben
  • Verbindlichkeiten aLL
  • Umsatzsteuer § 13b
3

Darlehensauszahlung mit Damnum (Disagio)

Beispiel: 100.000 € Darlehen, 98 % Auszahlung → Bank 98.000 €, Damnum 2.000 €. Handelsrechtlich Wahlrecht: aktivieren und verteilen oder Sofortaufwand (§ 250 Abs. 3 HGB).

Soll
  • Bank
  • ARAP (Damnum)
Haben
  • Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
4

Jährliche Auflösung des aktivierten Damnums

Verteilung über die Laufzeit, z. B. 2.000 € auf 5 Jahre = 400 € pro Jahr.

Soll
  • Zinsaufwendungen
Haben
  • ARAP (Damnum)
5

Mietkaution an den Vermieter überwiesen

Aktivtausch: Die Kaution bleibt unser Vermögen (Rückzahlungsanspruch) – kein Aufwand.

Soll
  • Sonstige Forderungen
Haben
  • Bank
6

Forderungsverkauf an einen Factor (echtes Factoring, ohne Umsatzsteuer, stark vereinfacht)

Beim echten Factoring übernimmt der Factor das Ausfallrisiko; Gebühr und Zinsabschlag sind Aufwand. Die Vergütung des Factors ist beim echten Factoring umsatzsteuerpflichtig (UStAE 2.4); mit Rechnung kommt die Vorsteuer als weiteres Soll-Konto hinzu. Ein Sicherheitseinbehalt des Factors wäre gesondert als Forderung zu buchen.

Soll
  • Bank
  • Aufwendungen für Factoring
Haben
  • Forderungen aLL

Profi-Fälle

Längere Fälle mit Berechnung und Buchungssatz, Schritt für Schritt.

1 Skonto im Einkauf – mit Steuerkorrektur

Fall: Eingangsrechnung für Rohstoffe 1.190 € brutto (1.000 € netto + 190 € Vorsteuer). Bei Zahlung innerhalb 10 Tagen 2 % Skonto.

Berechnung

Brutto-Skonto = 1.190 × 2 %23,80 €
Netto-Skonto = 23,80 ÷ 1,1920,00 €
Vorsteuer-Korrektur = 23,80 − 20,003,80 €
Überweisung = 1.190 − 23,801.166,20 €

Buchungssatz (Nettoverfahren)

Buchungssatz
Verbindlichkeiten aLL  1.190,00
an Bank  1.166,20
an Nachlässe für Rohstoffe  20,00
an Vorsteuer  3,80

2 Skonto im Verkauf – mit Steuerkorrektur

Fall: Ausgangsrechnung 2.380 € brutto (2.000 € netto + 380 € USt). Der Kunde zieht 3 % Skonto.

Berechnung

Brutto-Skonto = 2.380 × 3 %71,40 €
Netto-Skonto = 71,40 ÷ 1,1960,00 €
USt-Korrektur = 71,40 − 60,0011,40 €
Zahlungseingang = 2.380 − 71,402.308,60 €

Buchungssatz (Nettoverfahren)

Buchungssatz
Bank  2.308,60
Erlösberichtigungen  60,00
Umsatzsteuer  11,40
an Forderungen aLL  2.380,00

3 Anlagenverkauf mit Buchgewinn

Fall: Maschine, Buchwert am 1.1. = 8.000 €, lineare AfA 2.000 €/Jahr. Verkauf am 30.6. für 8.000 € netto + 1.520 € USt.

Schritt 1 – zeitanteilige Abschreibung

AfA für 6 Monate = 2.000 × 6/12 = 1.000 € → Restbuchwert = 8.000 − 1.000 = 7.000 €.

Buchungssatz
Abschreibungen  1.000
an Maschinen  1.000

Schritt 2 – Verkauf buchen

Buchungssatz
Forderungen aLL  9.520
an Erlöse aus Anlagenverkäufen  8.000
an Umsatzsteuer  1.520

Schritt 3 – Restbuchwert ausbuchen

Buchungssatz
Anlagenabgänge (Restbuchwert)  7.000
an Maschinen  7.000

Ergebnis: Erlös 8.000 − Restbuchwert 7.000 = 1.000 € Buchgewinn (ergibt sich in der GuV).

4 Anlagenverkauf mit Buchverlust

Fall: Gleiche Maschine, Restbuchwert nach zeitanteiliger AfA = 7.000 €, aber Verkauf für nur 5.000 € netto + 950 € USt.

Schritt 1 – zeitanteilige Abschreibung

Buchungssatz
Abschreibungen  1.000
an Maschinen  1.000

Schritt 2 – Verkauf buchen

Buchungssatz
Forderungen aLL  5.950
an Erlöse aus Anlagenverkäufen  5.000
an Umsatzsteuer  950

Schritt 3 – Restbuchwert ausbuchen

Buchungssatz
Anlagenabgänge (Restbuchwert)  7.000
an Maschinen  7.000

Ergebnis: Erlös 5.000 − Restbuchwert 7.000 = 2.000 € Buchverlust.

5 Lohn- und Gehaltsbuchung (komplett)

Fall: Bruttogehalt 3.000 €; Lohnsteuer 400 € (angenommener Wert); AN-Anteil Sozialversicherung 634,50 € (21,15 %, Stand 2026, mit durchschnittlichem Zusatzbeitrag, ohne Zuschlag für Kinderlose, außerhalb Sachsens); AG-Anteil ebenfalls 634,50 €. Nettoauszahlung = 3.000 − 400 − 634,50 = 1.965,50 €. Gebucht wird in der Reihenfolge der Fälligkeit.

1) SV-Vorauszahlung bis zum drittletzten Bankarbeitstag

Buchungssatz
SV-Vorauszahlung  1.269,00 an Bank  1.269,00

2) Gehaltsabrechnung und Auszahlung

Buchungssatz
Gehälter  3.000,00
an Verbindlichkeiten ggü. Finanzbehörden  400,00
an SV-Vorauszahlung  634,50
an Bank  1.965,50

3) Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung

Buchungssatz
Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung  634,50 an SV-Vorauszahlung  634,50

4) Lohnsteuer bis zum 10. des Folgemonats abführen

Buchungssatz
Verbindlichkeiten ggü. Finanzbehörden  400,00 an Bank  400,00

Die Sozialversicherungsbeiträge sind spätestens am drittletzten Bankarbeitstag des laufenden Monats fällig (§ 23 Abs. 1 SGB IV), die Lohnsteuer bis zum 10. des Folgemonats (§ 41a EStG). Gesamter Personalaufwand = Brutto 3.000 + Arbeitgeberanteil 634,50 = 3.634,50 €.

6 Forderungsausfall (uneinbringlich) mit Steuerkorrektur

Fall: Eine Forderung über 1.190 € (1.000 € netto + 190 € USt) fällt endgültig aus (Kunde insolvent).

Buchungssatz

Buchungssatz
Abschreibungen auf Forderungen  1.000
Umsatzsteuer  190
an Forderungen aLL  1.190

Der Nettobetrag (1.000 €) ist Aufwand. Die seinerzeit ans Finanzamt abgeführte Umsatzsteuer (190 €) wird nach § 17 UStG berichtigt, da das Entgelt nicht mehr eingeht.

Nach Ausbildungsberuf

Wie viele Buchungssätze und Profi-Fälle zu deinem Beruf gehören und nach welchem Kontenrahmen sie gebucht sind.

Buchungssätze je Ausbildungsberuf
AusbildungsberufBuchungssätze
Kaufleute im Einzelhandel
nach IKR6 Profi-Fälle
76
Industriekaufleute
IKR6 Profi-Fälle
76
  1. Kaufleute im Einzelhandel: Auswahl aus der gemeinsamen Sammlung mit IKR-Kontennamen; der Prüfungskontenrahmen für den Einzelhandel ist noch offen.