Zum Inhalt springen

Glossar: L

23 Begriffe mit L, kurz erklärt.

Mit KI erstellt.

Begriffe mit L

Über die Buchstaben wechselst du zu den Begriffen mit einem anderen Anfangsbuchstaben.

L

LagerfertigungThema: Produktion

Fertigung auf Vorrat nach einer Absatzprognose für Abnehmer, die noch nicht feststehen (Vorratsfertigung). Der Betrieb kann sofort liefern und gleichmäßig auslasten, trägt aber das Absatzrisiko sowie Lagerkosten und Kapitalbindung.

siehe Lernfeld 6, Industriekaufleute

LagerumschlagThema: Logistik

Wie oft der durchschnittliche Lagerbestand pro Periode umgesetzt wird: Wareneinsatz bzw. Materialverbrauch ÷ Ø Lagerbestand, beide in Stück oder beide zu Einstandspreisen.

Lastenheft

Beschreibung der Anforderungen des Auftraggebers (das Was); das Pflichtenheft beschreibt das Wie.

siehe Lernfeld 2, Industriekaufleute

Lean ProductionThema: Produktion

Konzept der schlanken Produktion, das jede Form von Verschwendung vermeiden will, etwa überhöhte Bestände, Wartezeiten, unnötige Transporte, Überproduktion und Fehler. Typische Bausteine sind das Pull-Prinzip mit Kanban und Just-in-Time, Gruppenarbeit mit Verantwortung für die Qualität und der kontinuierliche Verbesserungsprozess. Das Konzept stammt aus der japanischen Autoindustrie (Toyota-Produktionssystem).

siehe Lernfeld 6, Industriekaufleute

LeasingThema: Finanzierung

Entgeltliche Nutzungsüberlassung von Wirtschaftsgütern gegen Leasingraten. Der Leasinggeber bleibt während der Laufzeit Eigentümer; am Ende sind je nach Vertrag Rückgabe, Verlängerung oder Kauf möglich.

LeerkostenThema: KLR

Teil der Fixkosten, der auf die nicht genutzte Kapazität entfällt: Fixkosten minus Nutzkosten. Die Nutzkosten sind der genutzte Teil, also Fixkosten mal Beschäftigungsgrad. Leerkosten zeigen, was ungenutzte Kapazität kostet.

siehe Lernfeld 8, Industriekaufleute

LeistungsgradThema: Produktion

Verhältnis der Istleistung eines Menschen zur Normalleistung in Prozent. Bei einem Leistungsgrad von 125 % entsteht in derselben Zeit ein Viertel mehr als bei Normalleistung.

siehe Lernfeld 6, Industriekaufleute

Leitungsspanne

Zahl der Stellen, die einer Instanz direkt unterstellt sind. Bei gleich vielen Stellen ergibt eine kleinere Spanne mehr Ebenen.

siehe Lernfeld 1, Industriekaufleute, Lernfeld 1, Kaufleute im Einzelhandel

Lenkungsausschuss

Gremium aus Auftraggeber und betroffenen Führungskräften, das ein größeres Projekt von oben steuert: Es entscheidet über Meilensteine, Änderungen an Ziel, Umfang, Termin oder Budget und über zusätzliche Mittel, wenn die Projektleitung das nicht allein darf.

Lessons LearnedThema: Projektmanagement

Rückblick am Ende eines Projekts oder eines Abschnitts, in dem das Team festhält, was gut lief, was nicht und was es beim nächsten Mal anders machen würde. Die Erkenntnisse werden dokumentiert und so abgelegt, dass künftige Projektteams sie finden; es geht ums Lernen, nicht um die Suche nach Schuldigen.

siehe Lernfeld 2, Industriekaufleute

Leverage-Effekt

Hebelwirkung des Fremdkapitals auf die Eigenkapitalrentabilität: Liegt die Gesamtkapitalrentabilität über dem Zinssatz für das Fremdkapital, steigt die Eigenkapitalrentabilität, wenn ein Unternehmen mehr Fremdkapital einsetzt. Liegt sie darunter, sinkt die Eigenkapitalrentabilität.

siehe Lernfeld 1, Industriekaufleute, Lernfeld 10, Industriekaufleute

LieferantenbewertungThema: Beschaffung

Regelmäßige Beurteilung von Lieferanten nach festgelegten Kriterien wie Preis, Qualität, Termintreue, Service und Nachhaltigkeit. Häufig werden die Kriterien gewichtet und mit Punkten bewertet (Nutzwertanalyse) oder mit Kennzahlen gemessen, etwa dem Anteil termingerechter Lieferungen. Das Ergebnis dient der Auswahl von Lieferanten und als Grundlage für Gespräche über Verbesserungen.

siehe Lernfeld 4, Industriekaufleute, Lernfeld 6, Kaufleute im Einzelhandel

Lieferantenkredit

Kredit, den ein Lieferant seinem Kunden gewährt, indem er ihm ein Zahlungsziel einräumt, etwa „30 Tage netto, bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen 2 % Skonto“. Wer das Zahlungsziel ausnutzt, verzichtet auf das Skonto. Auf das Jahr umgerechnet ergibt das den effektiven Jahreszins des Lieferantenkredits (Skontobetrag ÷ Überweisungsbetrag × 100 × 360 ÷ (Zahlungsziel − Skontofrist), im Beispiel rund 36,7 %); er liegt meist deutlich über dem Zins eines Bankkredits.

Lieferantenregress

Rückgriff eines Verkäufers auf seinen Lieferanten, wenn er eine neu hergestellte Sache verkauft hat und seinem Käufer wegen eines Mangels einstehen musste (§§ 445a, 445b BGB), auch Rückgriff des Verkäufers genannt. Er kann die Kosten der Nacherfüllung ersetzt verlangen, wenn der Mangel schon beim Gefahrübergang auf ihn vorhanden war. Musste er die Sache zurücknehmen oder hat der Käufer gemindert, braucht er dem Lieferanten für seine eigenen Mängelrechte keine Frist zu setzen. Das gilt entlang der Lieferkette zwischen Unternehmern; die Rügepflicht nach § 377 HGB bleibt bestehen.

Lieferschein

Begleitpapier einer Lieferung, das Lieferer, Empfänger, Lieferdatum, Bestellbezug sowie Artikel und Mengen nennt, meist ohne Preise. Der Empfänger prüft damit, ob Ware und Bestellung übereinstimmen, und bestätigt den Empfang. Im ERP-System entsteht er aus den Auftragsdaten und ist Grundlage für Warenausgangsbuchung und Rechnung.

siehe Lernfeld 7, Industriekaufleute, Lernfeld 4, Industriekaufleute

LimitreserveThema: Beschaffung

Teil des Einkaufslimits, der zu Beginn des Planungszeitraums nicht verplant wird. Mit ihm kann der Einkauf später gut laufende Artikel nachbestellen und auf Trends oder günstige Angebote reagieren.

siehe Lernfeld 6, Kaufleute im Einzelhandel

Liquidität

Fähigkeit, fällige Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen zu können.

siehe Lernfeld 10, Industriekaufleute

Liquiditätsplan

Vorschau auf die erwarteten Einzahlungen und Auszahlungen der nächsten Wochen oder Monate, nach Perioden gegliedert (auch Finanzplan). Je Periode ergibt der Anfangsbestand an Zahlungsmitteln plus Einzahlungen minus Auszahlungen den voraussichtlichen Endbestand, der als Anfangsbestand in die nächste Periode übergeht. Ein negativer Wert zeigt einen Engpass früh an, sodass das Unternehmen rechtzeitig z. B. einen Kredit vereinbaren, Auszahlungen verschieben oder Forderungen schneller einziehen kann; Überschüsse lassen sich anlegen.

siehe Lernfeld 10, Industriekaufleute, Lernfeld 11, Kaufleute im Einzelhandel

LiquiditätsreserveThema: Finanzierung

Bestand an Zahlungsmitteln, den ein Unternehmen über den geplanten Bedarf hinaus hält, um unvorhergesehene Auszahlungen oder verspätete Einzahlungen auffangen zu können. Sie wird im Liquiditätsplan als Mindestbestand vorgegeben.

siehe Lernfeld 10, Industriekaufleute

Local SourcingThema: Beschaffung

Beschaffung bei Lieferanten in der Nähe des eigenen Werks. Kurze Wege und Lieferzeiten und niedrige Transportkosten erleichtern Just in Time, die Auswahl an Lieferanten ist aber kleiner.

siehe Lernfeld 4, Industriekaufleute

LogistikThema: Logistik

Planung, Steuerung und Durchführung der Material- und Warenflüsse samt Informationsflüssen, von der Beschaffung über die Produktion und den Absatz bis zur Entsorgung. Ziel sind die 6 R: das richtige Produkt in der richtigen Menge und Qualität zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu den richtigen Kosten. Teilbereiche sind Beschaffungslogistik, Produktionslogistik, Absatz- oder Distributionslogistik und Entsorgungslogistik.

siehe Lernfeld 7, Industriekaufleute

LohnquoteThema: WiSo

Anteil des Arbeitnehmerentgelts am Volkseinkommen in Prozent.

siehe Lernfeld 11, Industriekaufleute

LohnsteuerThema: Personal

Form der Einkommensteuer auf Arbeitslohn: Der Arbeitgeber behält sie bei jeder Lohnzahlung für Rechnung des Arbeitnehmers ein und führt sie an das Finanzamt ab (§§ 38, 41a EStG). Bei einer Veranlagung wird sie auf die Einkommensteuer angerechnet (§ 36 Abs. 2 EStG); ohne Veranlagung ist die Einkommensteuer auf den Arbeitslohn damit abgegolten (§ 46 Abs. 4 EStG).